Monthly Archive: February 2020

Von Gewindeeinsätzen und Tellerfedern…

Der Gewindeeinsatz stellt Innengewinde für Schraubverbindungen her. Das Verfahren hat Ähnlichkeit mit dem Dübeln. Ein Hohlzylinder mit Innengewinde wird ein Material eingesetzt.

Warum werden Gewindeeisätze verwendet?

Diese Einsätze stellen hochbelastbare Verbindungen in Metallen mit geringer Festigkeit her. Sie dienen der Stabilität und Langlebigkeit von Verbindungen. Diese Verbindungen sind zudem korrosionsbeständig und verschleißfest. Darüber hinaus sind sie weitaus widerstandsfähiger als Einzelschraubverbindungen.

Verschiedene Bauformen!

Wurde das Gewinde bereits mit dem Gewindebohrer geschnitten (Aufnahmeloch), werden flexible Drahtspulen als Gewindeeinsatz verwendet. Die allseits bekannte Marke Helicoil bezeichnet Drahtgewindeeinsätze und ist eine der gängigsten Gewindeeinsätze überhaupt. Profilierter Draht wird zu einer federnden Wendel geformt. Zur Montage wird ein Mitnehmerzapfen verwendet, der nach dem Einbau an der Sollbruchstelle abgetrennt wird. Dadurch entsteht ein Durchgangsgewinde. Je nach Ausführung wird dabei zwischen ISO-Mutterngewinden der Toleranzklassen 6H oder 5H unterschieden. Diese sind hauptsächlich in der deutschen Norm DIN 8140-1 bis -3 definiert.

Rampamuffen kommen bei Holz oder Werkstoffen ähnlicher Beschaffenheit zum Einsatz.

Anwendungen!

Zunächst handelte es sich dabei nur um eine Reparaturmöglichkeit. Aufgrund der guten Erfahrungen entstand ein gängiges Konstruktionselement. Die Einsatzmöglichkeiten hängen von der Oberflächenbeschichtung, dem Typ sowie dem Material ab. Am häufigsten werden Gewindeeinsätze in Form von Leichtbaukonstruktionen wie Magnesium- und Aluminiumlegierungen zum Einsatz (Gewindepanzerung).

Prinzipiell gibt es drei Arten der Anwendung:

• Bei gleicher Fertigungsklasse sowie gleichem Schraubendurchmesser kann die Länge des Gewindes reduziert werden.
• Es besteht die Möglichkeit, den Schraubendurchmesser bei gleicher Gewindelänge zu verringern. Achtung! In diesem Fall muss manchmal die Schraubenfestigkeit erhöht werden.
• Die Kombination von beiden wird für thermisch hoch beanspruchte Verbindungen genutzt. Dafür stehen Einsätze aus Nickel-Basis-Werkstoffen zur Verfügung. Diese können beschichtet oder unbeschichtet sein.

Wie werden Drahtgewindeeinsätze verwendet?

Zunächst muss mit einem gängigen Spiralbohrer ein Kernloch gebohrt werden. Die Abmessungen sind in der DIN 8140-2 festgelegt. Das Aufnahmegewinde wird mit einem systembestimmten Gewindebohrer geschnitten. Die Lehrenhaltigkeit muss dazu mit einem Gewindegrenzlehrdron geprüft werden. Andere herkömmliche Möglichkeiten sind Gewindeformen sowie Gewindefräsen. Danach wird der Gewindeeinsatz eingelegt. Dies ist sowohl per Hand als auch Maschine möglich. Der Drahtgewindeeinsatz wird mit dem Mitnehmerzapfen nach unten eingelegt und auf die Einbauspindel geschraubt. Danach wird er in die Vorspannpatrone eingelegt, auf das Überwurfwerkzeug gesteckt und auf die Gewindebohrung aufgesetzt.

Als nächster Schritt wird der Gewindeeinsatz durch Drehen des Überwurfwerkzeuges, der Spindel und des Gewindedorns eingedreht. Dies muss mit mindestens 0,25 P unter die Oberfläche geschehen. Damit ein Durchgangsgewinde entsteht, ist es notwendig, dass der Mitnehmerzapfen an der Sollbruchstelle abgebrochen wird (Zapfenbrecher). Bei M 14 Normal- und Feinsteigung kann dieser auch mit einer Spitzzange entfernt werden. Wird die maximale Einschraubtiefe beachtet, kann der Zapfen bei Grundlochgewinden auch dranbleiben.

Achtung! Laut deutscher Norm DIN 8140-1 wird zwischen Gewindeausführungen zwischen M2 bis M39 und von M8 x 1 bis M39 x 3 sowie Gewinden mit polygonen, elastischen Windungen, mittig angeordnet, zur Klemmung – M2,5 bis M24 und von M8 x 1 bis M33 x 2 unterschieden.

Darüber hinaus sollten Kaltverschweißungen zwischen Drahtgewindeeinsätzen aus Edelstahl und CrNi-Schrauben vermieden werden. Dafür kann der Drahtgewindeeinsatz unterschiedlich beschichtet werden (verschiedene Trockenschmierfilme, Zinn, Silber, etc.). Dasselbe gilt auch für die galvanische Trennung kontaktkorrosionsgefährdeter Metallpaarungen.

Gerüche im Haus effektiv entfernen

Haus reinigen

Gerüche in der Wohnung oder im Haus entstehen schnell. Tierbesitzer haben regelmäßig mit Gerüchen zu kämpfen, vor allem, wenn die Vierbeiner Freigänger beziehungsweise Hunde sind, die gerne draußen toben. Aber auch in der Küche entstehen Düfte, die sich manchmal in der ganzen Wohnung verteilen. Neue Möbel riechen mitunter recht streng und besonders
Nikotingeruch hält sich sehr hartnäckig. Es gibt aber Abhilfe, Gerüche verschiedener Herkunft lassen sich in der Regel sehr gut entfernen.

Natürliche Frische

Wer nicht gleich zur Chemiekeule greifen mag, kann dem lästigen Geruch erstmal auf natürliche Weise an den Kragen gehen. Zwei Lebensmittel, die fast jeder daheim hat, helfen sehr gut gegen bestimmte Düfte. Kaffeepulver zum Beispiel, auf einem kleinen Teller gestreut, ist ein idealer Geruchsentferner. Wenn es auf der Arbeitsplatte oder auf der Fensterbank platziert ist, vertreibt das Kaffeepulver binnen weniger Stunden komplett Küchengerüche wie gebratenes Fleisch, Fisch oder den Gestank des Biomülls. Gibt man in diesen Biomüll übrigens zwei Esslöffel Natron, so wird die enthaltene Feuchtigkeit aufgesaugt und es bindet sämtliche Gerüche.

Essig wirkt ebenfalls Wunder und das gleich mehrfach. Um Zigarettengeruch aus Polstermöbeln, Gardinen und der Luft zu vertreiben, gibt man einfach einen Schuss Essig in eine heiße Schale mit Wasser und stellt diese auf einen Tisch oder ähnliches im Zimmer. Recht schnell bindet diese Kombination den Geruch. Wer es etwas frischer mag, der kann auch Zitronenessenz benutzen.

Günstigen und natürlichen Raumduft für jeden Raum erhält man ganz einfach mittels Waschpulver. Wer das Pulver auf kleine Tellerchen in jedem Raum verteilt, der hat bald eine gut duftende Wohnung. Wer seine Wohnung gerade gestrichen oder tapeziert hat, kann getrost zu einer Schüssel Salzwasser greifen. Dieses neutralisiert den Farbgeruch binnen kurzer Zeit.

Die Kraft der kleinen Helfer

Wer der Kraft der Natur ein wenig nachhelfen möchte, kann sich verschiedene Produkt zum Gerüche entfernen kaufen. Diese gibt es auch auf natürlicher Basis. Geruchsentferner gibt es als Spray, Konzentrat, Gel oder Raumduft. Die Sprays werden in der Regel direkt auf das Möbelstück oder Textil gesprüht und sanft eingerieben. Sie eignen sich für Schuhe, Textilien, Polstermöbel, Teppiche, im Bad, Mülleimer sowie für Tierbedarf. Viele Sprays bestehen zu nahezu 100 Prozent aus pflanzlichen Rohstoffen und binden schlechte Gerüche sofort. Die Gerüche werden dabei komplett aufgelöst und sind unbedenklich für Mensch und Tier.

Biologische Konzentrate eignen sich überwiegend für Tierhalter, Züchter und Tierarztpraxen. Die Konzentrate entfernen nachhaltig Haustiergerüche und sämtliche Ausdünstungen von Tieren. Natürliche Mikroorganismen nehmen die Gerüche und Verschmutzungen auf und dadurch, dass sie diese Verunreinigungen und Gerüche verdauen, wird jeder Geruch vollständig entfernt.

Gel, welches Geruch entfernt, kann überall im Wohnbereich sowie im Keller angewendet werden. Das Gel enthält Kristalle, die bereits in der geöffneten Packung ihre Wirkung entfalten. In der Regel halten die Gelpackungen 30 bis 90 Tage. Sie entfernen anhand von elektrostatisch geladenen Molekülen alle Gerüche durch Neutralisierung. Selbst Schimmelgeruch kann dadurch beseitigt werden.

Alle anderen chemischen Entferner gegen Gerüche sollten nur in der Industrie und nicht im eigenen Heim angewendet werden. Sie schaden der Lunge und enthalten giftige Inhaltsstoffe.